Wo die Angst beginnt – Rachel Abbott

46349721._sy475_  2 Sterne

 

Schwierig, schwierig. Im Grunde haben wir hier einen soliden Thriller. Beide weiblichen Hauptfiguren sind schwierige Charaktere. Keine von beiden ist sympathisch oder erschien mir als Leser eine verlässliche Erzählerin. Evie ist mit dem Fotografen Mark North zusammen. Die beiden haben eine kleine Tochter. Marks Schwester Cloe ist nahezu krankhaft auf Mark fixiert. Sie will ihn beschützen und seine Karriere als Künstler fördern. Sie betreibt seine Galerie und managt seine Aufträge. Natürlich ist keine Frau gut genug für ihren Bruder. Weder seine erste Frau, die bei einem tragischen Unfall ums Leben kam, noch Evie. Evie hat sich seine Bekanntschaft erschlichen. Soviel ist uns Lesern gleich klar. Warum und was sie  beabsichtigt, wird erst sehr spät deutlich. Evie erleidet immer mal wieder Unfälle. Sie klemmt sich die Hand, verbrüht sich usw. Und diese Unfälle passieren immer, wenn Mark wegen einem Auftrag vereisen muss. Auch Marks erste Frau starb kurz nachdem er das Haus für eine Reise verlassen hat. Ist Evie ungeschickt oder steckt mehr hinter diesen Unfällen? Ist gar Mark dafür verantwortlich?

 

Das Buch beginnt damit, dass die Polizistin Stephanie zu einem Tatort gerufen wird. Diesen Tatort kennt sie bereits. Es handelt sich um das Haus von Mark Frost. Damals musste sie dorthin, weil seine Frau einen tödlichen Sturz erlitten hatte. Nun findet sie zwei blutüberströmte Körper vor. Mark ist tot aber Evie lebt noch. Und sie gibt zu, Mark getötet zu haben.

 

Ich fürchte, meine Zusammenfassung, in Anlehnung an den Klappentext, klingt spannender, als das Buch dann tatsächlich ist. Das Problem hier ist definitiv die Erzählweise. Es ist weder spannend geschrieben noch weckt die Autorin Interesse an ihren Figuren. Dabei sind im Grunde, und vor allem, nachdem man das Ende kennt, beide Frauenfiguren nicht uninteressant. Aber der unterkühlte und distanzierte Schreibstil lässt zu keinem Zeitpunkt eine Verbundenheit mit den Figuren aufkommen. Beide Frauen erschienen eher immer unsympathischer je besser man sie kennenlernt. Am sympathischsten ist noch die Ermittlerin Stephanie, aber sie nervt mit ihrem Liebeschaos mit ihrem Kollegen (der wie ein totales A***loch rüberkommt und man sich die Haare raufen möchte, warum sie sich nach ihm verzehrt).

 

Die Story wird in zwei Teilen erzählt. Zuerst wird die Geschichte um Evie, Mark und Cloe aufgebaut. Im zweiten Teil dann geht es um die Gerichtsverhandlung. Ich hatte am Anfang Probleme, in die Story hineinzufinden. Der Schreibstil ist sehr unterkühlt und auch sehr langsam. Es wird etwas besser während der Gerichtsverhandlung. Auch gegen Ende kam endlich eine gewisse Spannung auf. Allerdings kommt das Ende dann irgendwie aufgesetzt rüber.

 

Ich empfand das Buch gleich von Anfang an als nicht besonders spannend und habe mich ein wenig gequält. Thriller rund um Erzähler, denen man nicht trauen kann, gibt es zuhauf. Die Autorin lässt uns Leser leider hier zu sehr auf Distanz und ihre Charaktere sind zwar interessant aber sie verkauft sie uns einfach zu unsympathisch und zu unterkühlt. Mir hat hier einfach Spannung, das Mitfiebern und Miträtseln gefehlt. Ich war nie drin in der Geschichte. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und auch schon viele gute Kritiken über das englische Original gelesen. Leider hat mich dann aber das Buch nicht überzeugen können.

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Lock Every Door – Riley Sager

41837243._sy475_  4 Stars

This had definitely some „Rosemary’s Baby“ vibes. This is a fun book to read. The story is weird and very far-fetched. But at the same time it is very addictive and gripping.

 

Some things are just too good to be true. Jules lost her job and her boyfriend at the same day. She crushes on a friends couch when she sees a job advertisement which is almost unbelievable. She gets paid a lot of money just to live in a luxury apartment on New York’s Upper West Side. Similar to the infamous The Dakota building is the Bartholomew. Here reside the wealthy and famous who love their privacy. And they don’t want an apartment to stay empty. So Jules will receive a ridiculous amount of money just to live in one of the spacious apartments with a breathtaking view onto Central Park. She can’t believe her luck. There are some strange rules coming with the job, though. She is not allowed to spend one night not in the apartment, visitors are also not allowed and she is not supposed to speak to other tenants. But it seems really like the answer to all her problems. She has a roof over her head for the next three months and at the end she has money to start her life anew. But within 5 days everything turns into a nightmare.

 

I am a huge fan of “Rosemary’s Baby”. Both the film and the book. This book gave me the same feeling. Something is very off at this building and its tenants. I enjoyed reading it although in the middle it lacks a bit of action while Jules is running endlessly around asking about another apartment-sitter who has gone missing. This is my third book from Riley Sager. I liked “The Final Girls” but it did not blow me away. “The Last Time I Lied” was my favorite so far. I think it was better than this one. But I still liked “Lock Every Door” very much. I liked the creepy atmosphere and the so long successfully kept secret that lingered there. 4 satisfied stars from me for this entertaining book. Keep it up, Mr. Sager!

 

I recieved an ARC from NetGalley in exchange for an honest review

Good Girl, Bad Girl

42202019._sy475_  4,5 Stars

 

Evie is the girl with no past. She was found 6 years ago in an abandoned house with a dead man in the basement. She claims she doesn’t know her name or her age and anything about her childhood. Everybody assumed she the dead man kidnapped her and held her for his own pleasure.

 

Dr. Cyrus Haven is the boy who survived the murder of his own family. Now he is a psychologist and working with the police. He is asked to speak to Evie. Evie claims she is 18 years now and an adult. She wants to be released from the children’s home. At the same time he becomes involved with the case of a murdered young girl.

 

This is a character driven book. The story is complex and intriguing. There are in fact several stories. Cyrus has his own disturbing past and of course Evie, who is an enigma. She has the unbelievable ability to see when somebody is lying. This is not a magical thing. She is just naturally able to see the small facial expressions that happen involuntarily when you are telling a lie. I wish I would have that gift. Because of her long captivity she is not very social and experienced with handling people. She is a fascinating character but also a bit annoying. Cyrus is also a very intriguing character. There is not so much action actually but a lot of interaction between the characters. I came across Robotham just recently. I never read one of his series. This is my second book of him but I see his name already rising on my list of favorite authors. Boy, this man can write. He has a way of catching your interesting in his stories. This story is complex and especially the murder case is a tangled web. But he leads you easily through it with his calm voice and his ability to write good dialogs. I enjoyed this book very much.

 

I received an ARC from NetGalley in exchange for an honest review

Das Haus am Ende der Welt – Paul Tremblay

46282191._sy475_  3 Sterne

Die achtjährige Wen macht mit ihren beiden Vätern in einer einsamen und idyllischen Holzhütte Urlaub. Sie spielt vor dem Haus, fängt Grashüpfer. Plötzlich kommt ein Mann durch den Wald auf sie zu. Ihre Väter sitzen hinter dem Haus auf der Terrasse. Sie weiß dass sie nicht mit Fremden reden soll. Aber dieser große Mann erscheint ihr freundlich und sanftmütig. Zudem zeigt er Interesse an ihrem Tun und fängt mit ihr zusammen weitere Grashüpfer. Doch plötzlich kommen drei weitere Fremde aus dem Wald, in ihren Händen halten sie seltsame Waffen. Und Wens neuer Freund erklärt ihr, dass sie nun mit ihren Vätern reden müssen. Denn nur sie können die Welt retten.

 

Paul Tremblay ist ein unheimlicher Anfang gelungen. Der Fremde erscheint nett und ehrlich und doch wissen wir als Leser und Erwachsener, dass wir ihm nicht trauen sollten. Schon kurz danach dringen er und seine Begleiter in die Hütte der Familie ein und konfrontieren sie mit einer unglaublichen Geschichte.

 

Dieser Anfang wird in recht kindlicher und einfacher Sprache aus der Sicht von Wen erzählt. Leider behält der Autor diesen übererklärenden und einfachen Schreibstil den Rest des Buches bei, egal aus welcher Sicht er gerade schreibt. Er wählt gleichzeitig eine sehr erzählende Schreibweise. Ein Teil der Handlung passiert, aber vieles wird auch einfach nur erzählt, in Rückblenden und dergleichen. Und alles klingt, als würde ein Kind es erzählen. Das hat mich etwas gestört. Trotzdem entfaltet diese bizarre Geschichte einen gewissen Sog und man möchte wissen, was es mit allem auf sich hat. Dabei leidet man mit der armen Familie, die unter diesen Eindringlichen leiden muss, mit. Was Realität ist oder die Phantasie kranker Menschen bleibt dahingestellt. Das Ende  hat mich nicht ganz befriedigt. Ich hätte noch mit einer Überraschung gerechnet.

 

Ich bin etwas zwiegespalten. Es handelt sich hier nicht um einen Gruselthriller oder spannungsgeladenen Mysterythriller. Der Horror ist sehr subtil und wird durch die kindliche Schreibweise schwer greifbar. Das Buch ist kurz und lässt sich schnell weglesen, weist aber in seiner detaillieren Beschreibung trotzdem gewisse Längen auf. Dies ist mein drittes Buch von Paul Tremblay. Sein erstes Buch „Head Full Of Ghosts“ hat mich überzeugen können. Die Geschichte ist mir lange nachgegangen und hat im Nachhinein meine Meinung darüber noch einmal verbessert. Sein zweites Buch fand ich dagegen unfassbar langweilig. „Das Haus am Ende der Welt“ lässt mich etwas unentschlossen zurück. Ich denke, dass ich genau wie bei seinem ersten Buch eine gewisse Nachwirkung erleben werde. Diese Geschichte werde ich so schnell nicht vergessen. Es hat mich aber trotzdem nicht restlos überzeugen können, vor allem wegen seiner Schreibweise und dem schwachen Ende. Viele Fragen werden nicht beantwortet. Aber es ist ein ungewöhnliches Buch, anders, auf subtile Weise beängstigend und doch irgendwie nur halbherzig. Ich werde den Autor aber weiterhin im Auge behalten.

 

3 positive Sterne

 

Ich möchte mich beim Heyne Verlag bedanken, die mir ein Leseexemplar zur Verfügung gestellt haben

Keeper – Johana Gustawsson

38586370  3 Stars

Another book that did not live up to the hype. I was so looking forward to read it for months! But with having so many books from NetGalley to review I hardly have the time to read the books I actually bought myself. So finally I managed to squeeze this one in. I had so high hopes for this book because of all the raving reviews. But unfortunately the book could not live up to it for me.

 

I had a hard time finding into the book from the start. The writing did not capture my attention and there where so many new characters joining in in every chapter. The reason why I skipped the first book of this series, “Block 46” was that Jack the Ripper was mentioned in the blurb. But I could not make the connection from the timeline told in the past, starting at the Ripper murders, to the story in 2015. I was distraught how every single character in this timeline somehow out of the blue developed a strange behavior. The book is also slow paced although it has short chapters. But the story did not intrigue me. Finally, at the last third of the book, the tension got stronger and I could see how the stories where connected eventually.

 

Maybe it was a mistake to skip the first book so I missed the mains things on the characters. At the end I must say that the story was good and tricky. I did not see that coming and I was surprised. This is what made this finally a 3 star read. I was disappointed that the Jack the Ripper connection was very weak and I have the feeling it was only built into the story because for attention-grabbing. I think the story could have worked without it. The story after all is good but very unrealistic and I found all this sudden cruelness some characters developed very weird.

 

I think I will not read another book from this author. The blurb of “Block 46” and her new book sound almost the same just with a different connection to past events.

One Little Secret – Cate Holahan

43770666  2 Stars

Three couples rent a house in the Hamptons to spend their vacation together. They are all neighbors and their kids are off to summer camp. It seems that they don’t know each other very well or even like each other and I wondered why they want to spend their holiday together. But it seems that there is much more going on underneath. Some of them are more connected to one another and have some kind of issues. And indeed on their first evening one of the couples begins to fight out of the blue. The next morning one of them is dead.

 

The story is told from the day of (the murder) and the day after at first. In the framework plot we see detective Gabby Watkins handling the investigation. There is a lot going on in this book and quite a few issues are raised. All of the six neighbors are unappealing characters. All the men are hot and their wives adore them. They are of course, too, beautiful and have or had fantastic jobs. But two of the men are plain a***holes and all the women are bitches. A big thing in this book is adultery and I was annoyed how the women concentrated their anger on the other woman and not on their husbands. Maybe it was the point of the whole book to show how quick we are to blame women more than men. All three women are described as strong. But in the end they all just want to have their husbands home and caring for them. I can see the point the author was making but it felt flat for me. I just despised all of them for being so selfish and quick with their accusations. I in generally have no problem with unlikable characters but here I really was too annoyed with them.

 

 

The book is not too long so it is a quick read. But six revolting characters are a bit much to handle. Even Detective Gabby is problematic because she seems not very competent. This book was just not for me. It annoyed me more than it entertained me.

 

I received an ARC from NetGalley in exchange for an  honest review

Fake Like Me – Barbara Bourland

45734742  3 Stars

I am not an artist and I have no idea what it means to be one. So I enjoyed genuinely peeking into the bohemian-like art world for a while.

 

Our main protagonist stays without a name. She is a thirty-something artist in New York. She is still a nobody although she sold some of her paintings in the past. Now she is about to have her break-through with a new series of paintings. But all this paintings get destroyed in a fire. For some reasons she can’t admit that they are all lost. So she decides to repaint them in an incredible short time without anybody knowing it. Through an old friend she gets an invitation to Pine City, a group of artists who life in a house in the country. This has been her dreams since she started to be an artist. When she was young she witnessed this group performing their art. Their main protagonist was Carey Logan. She was the star and became the hero of out no-name artist. Three years ago Carey Logan committed suicide and Pine City clamed up about that and refuses to talk about her. Now our no-name artist is finally invited into this elusive retreat. But Pine City is a disappointment. It is nothing like she imagined it. And they are still not willing to speak about Carey Logan.

 

This story is really about art. There are very detailed descriptions what out artist needs for her paintings and how she does them. She is not just painting neat little aquarelles. She makes huge thinks with a lot of material. I would have loved to see them. There is also a lot of talk about other artist which art you can google. I enjoyed that but I also skipped some of the crafty details about producing the paintings. It was sometimes a little bit much.

 

It was nice to hangout in this world. The characters are not very multi-dimensional and I found our main character to be whiny and needy. She has obviously the potential but she is full of self-doubt and compares herself to Carey Logan all the time. She lacks the enormous self-esteem every other artist in this book has but takes herself far too serious. There is a lot of telling in this book. Not much happens. For the first half our no-name painter is simply telling us how she got where she is now. Even when she arrives at Pine City she is just painting all the time and yearning for the other members to accept her. Not much action here. Toward the end there is a little twist and you see what Pine City was all about. That was nice but also our artist was a bit tiring with her fixation on unraveling the mystery about Carey. “Fake Like Me” was an entertaining read, a little bit on the slower side but with a compelling subject.

 

I received an ARC from NetGalley in exchange for an honest review