The Last Mrs Parrish – Liv Constantine

34043643  4 Stars

This was an easy and quick read and a real page-turner. I would not call it a psychological thriller. It is more a dark and twisted domestic drama and a romance gone wrong. There are a lot of psychological manipulations going on which made the read so entertaining.

 

I think I should not say too much about the story. I jumped into the book with not much of an idea of it and I that was good. At first I thought everything was going too smoothly for Amber and her aim to get between the married couple. But soon I sensed there was something else going on.

 

Envy, greed, betrayal, abuse, psychopaths – name it, you have it here in this book. It is a dark, twisted and disturbing story. I enjoyed reading it.

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J.T. Ellison – Lie To Me

33258453  4,5 Stars

So this is indeed the closest thing to „Gone Girl“ I’ve read so far. Two twisted people fell in love and got married. They both tell us their side of the story. Ethan is first. Then, later Sutton tells us her side. But immediately you can sense that there is something else going on. Ethan sometimes hints at us that he is not telling everything. I must admit I somehow liked him. Then later, there is Sutton’s story. This reminded me very much of Gone Girl. But this book is different. It may have a similar kind of telling the story. But the story itself is different.

Ethan’s POV has the advantage that we learn through him what is going on. Sutton is missing. But why? What happened? Did she just leave, fleeing their marriage? Or did something happen to her? Sutton’s story is a bit flat. Her part lacked the tension and it was almost a bit boring. I will not give away too much of the story because I think it is better not to know too much about it. It is a very twisted story. At the end there are twists galore.

I had very soon an idea what was going on. It turns out I was right. But there is a lot more going on. As I said, there are many twists and developments. The story is very clever and complex. It lacks just a bit of tension. It is more of a slow burner. It would have been a great read if it would have been more gripping. But so it is “just” a twisted and clever plotted book which is highly entertaining.

I recieved an ARC from NetGalley in exchange for an honest review

In A Cottage In A Wood

34605390  4 Stars

I absolutely loved this one! I fell for it immediately. I was intrigued by the blurb but also wondered how this situation on the bridge was working. You just meet a woman who wants to commit suicide and she hands you over her cottage? But it did, actually.

So, one night after partying and an unpleasant one night stand Neve wanders the streets of London to find her way home. Home means her sister’s house, because Neve crashed there after she splits up from her boyfriend. She has a lousy job which she doesn’t like and which earns her not enough money to get her own place to live. So she is not in the mood to talk to a young woman she sees standing on Waterloo Bridge just in a dress in the freezing night. But somehow she does and so she witnesses her jumping into the Thames. Weeks later she learns from a lawyer that the dead woman gave her her cottage in Cornwall. And as it is, with a job she is going to lose, her sister and brother-in-law bugged by her and no place to live she decides to have a look at that cottage.

The cottage indeed is not what she expected. It is not very nice to look at, filthy and a bit creepy. So Neve finds herself stranded in this cottage in the woods and somehow the creepy atmosphere is getting her.

The book has its flaws. It is all a bit unrealistic and Neve is sometimes a pain in the a**. She is so chaotic and unfocussed. She acts without thinking things through. Everybody would consider that arriving in a cottage in rural Cornwall late in the evening without being able to drive a car would be not a good idea. But not Neve. She just jumps in. All the time.

The book is not a fast paced one. But it is an easy read and the pages just flow. It is a bit creepy but not in a supernatural way. There is definitive something going on and I would have freaked out much earlier and take the next train back to London. Strange things happen and because Neve is so chaotic she always things that maybe it was her own fault. There are a few things I would have done, like f.e. change the door locks. But I really liked the book. I enjoyed reading it. I figured out who was behind all this spooky things quite early but the author had still a surprise for me at the end. The writing is very pleasant and I think that was the main reason I enjoyed that book so much. There are some weird things happening in the story but the author managed it to sell it to me with her nice and convincing writing.

I received an ARC from NetGalley and the publisher in exchange for an honest review

Das Mädchen im Eis – Robert Bryndza

9783328100973_1479620158000_xl  3,5 Stars

German book – German review

Der erste Band der Reihe um DCI Erika Foster ist ein solider Whodunit. Er führt seine Hauptfigur Erika ein. Nach einem sehr unglücklich verlaufenen Einsatz, bei dem auch ihr Mann ums Leben kam, fühlt sich Erika endlich wieder in der Lage, zu Arbeiten. Sie wird in London um Hilfe gebeten. Sie soll den Mord an einer jungen Frau aufklären. Ihr Vater ist ein geadelter Unternehmer und die Tat hat großes Aufsehen erregt.

 

Der Mordfall ist vertrackt genug und wir sind immer nah bei Erika und ihrer Arbeit als Polizistin. Erika reiht sich ein in die Riege der privat gebeutelten Ermittler. Der Tod ihres Mannes hat sie schwer getroffen, sie fühlt sich auch schuldig an seinem Tod und macht sich Vorwürfe, da sie den Einsatz geplant hat. Ihr Chef ist ihr zwar wohlgesonnen, aber schon gleich am ersten Arbeitstag hat sie sich nicht im Griff und so ist sie den Fall schon bald wieder los. Aber natürlich hat sie den richtigen Riecher und ermittelt mit Hilfe ihrer Kollegen auch nach ihrer Suspendierung weiter.

 

Die Figur der Erika hat mir einige Schwierigkeiten bereitet. Von Anfang an eckt sie an und auf mich wirkte sie in keiner Weise arbeitsfähig. Sie tut immer das, was sie nicht soll, sie ist unbeherrscht und impulsiv. Außerdem scheint sie mir ein großes Problem mit Arbeitsanweisungen zu haben. Befehlen liegt ihr eindeutig mehr als welche zu befolgen. Auch gut gemeinten Ratschlägen gegenüber ist sie immun. Ihre eigene Gesundheit interessiert sie sowieso nicht. Ich muss gestehen, dass ich sie extrem unsympathisch fand und ich fast hoffte, dass ihr gehässiger Kollege Recht behalten würde. Aber natürlich passiert das nicht.

 

„Das Mädchen im Eis“ ist ein solider Krimi. Die Spannung ist nicht übermässig, aber die kurzen Kapitel haben mich dazu verführt, immer noch ein Kapitel mehr zu lesen. Das Buch liest sich locker weg. Am Schluss überschlagen sich die Dinge dann ein wenig und es kommt zu einem sehr rasch abgehandelten Ende. Wer der Täter war, konnte man im letzten Drittel schon erahnen.

 

Wer gerne Krimis über Ermittler und Polizeiarbeit liest, wird hier gut bedient. Die Serie um Erika Foster ist in England ja sehr beliebt. Ich persönlich bin kein Freund von Serienermittlern. Ich lese lieber Stand-Alones. Zudem war mir Erika nicht sehr sympathisch. Aber das ist mein persönlicher Geschmack, denn im Grunde ist an diesem Buch nichts verkehrt.

M. L. Rio – Das verborgene Spiel

34752890  4 Sterne

German book – German review

 

 

Als großer Fan von Donna Tarts „Die Geheime Geschichte“ musste ich dieses Buch natürlich lesen.

 

Eine Gruppe von 7 jungen Leuten ist auf einer Kunst-Universität im 4. und letzten Jahr. Ihre Schauspielabteilung ist auf Shakespeare spezialisiert. Es werden nur seine Stücke gespielt. Die Schüler leben und atmen Shakespeare. In jeder Unterhaltung fließen Zitate ein. Ganze Unterhaltungen können sie mit Zitaten aus seinen Stücken führen.

 

Das Buch beginnt damit, dass einer von ihnen, Oliver, aus dem Gefängnis entlassen wird. Er hat 10 Jahre gesessen für ein noch ungenanntes Verbrechen, das er vielleicht aber nicht begangen hat. Das jedenfalls glaubt der damals ermittelnde Polizist, der ihn immer noch besucht. Jetzt, wo Oliver endlich entlassen wird und er selber den Polizeidienst an den Nagel gehangen hat, will er endlich die Wahrheit wissen. Und Oliver ist endlich bereit, sie ihm zu erzählen.

 

Oliver ist also unser Erzähler. Aber er erzählt nicht alles, jedenfalls nicht sofort und nur nach seinem eigenen Tempo. Die 7 Schüler verkörpern das klassische Ensemble. Es gibt den Held, den Bösewicht, die Verführerin, die Naive, den Mitläufer. Wie in den Stücken von Shakespeare nimmt langsam ein Drama seinen Lauf. Plötzlich liegt jemand tot im See.

 

Das Buch ist clever konstruiert. Nicht nur nimmt Shakespeares Werk einen großen Platz ein. Auch sind einige Dialoge angelegt wie ein Theaterstück. Die Story selbst entwickelt sich nach einem klassischen Drama. Jemand kommt zu Tode. Die Schuld, die danach an allen frisst, führt zu weiteren Komplikationen und noch mehr Leid. Die Story hält die Balance zwischen einem shakespeareschen Drama und einem modernen Stück. Die Charaktere haben alle Tiefe. Sie konkurrieren miteinander um Rollen und um Aufmerksamkeit .Sie sind prätentiös und anstrengend und neigen zum Drama. Eine Reihe von Meinungsverschiedenheiten, Eifersüchteleien und Missverständnissen, oft von Alkohol angefeuert, führt nach und nach zu einer düsteren Entwicklung der Gruppe. Es ist eine düstere Geschichte um Freundschaft, Liebe und Eifersucht. In ihrer Schule führen sie ein Inseldasein und leben in ihrer eigenen Welt. Die Linie zwischen den Figuren, die sie auf der Bühne darstellen und ihrem realen Dasein verschwimmt und führt letztendlich zu diesem tragischen Tod.

 

Das Buch erinnert ein wenig an Donna Tarts Buch. Es hat aber nicht dessen Komplexität und vor allem nicht die stilistische Größe des Vorbildes. Es ist doch deutlich schlichter und einfacher angelegt als „Die Geheime Geschichte“. Trotzdem habe ich es sehr gerne gelesen. Ich mag einfach Bücher, die in diesen kleinen, elitären und exklusiven Unizirkeln spielen. Dazu gibt es hier noch jede Menge Shakespeare-Zitate und Anspielungen auf seine Stücke. Das hat mir sehr gefallen. Es ist ein leichteres Buch als das von Tart. Es liest sich locker weg und bietet kurzweilige Unterhaltung. Man sollte vielleicht Shakespeares Stücken nicht ganz abgeneigt sein, wenn man dieses Buch liest. Mir hat es gefallen.

 

Das Buch wurde mir vom Penguin Verlag zur Verfügung gestellt und ich möchte mich hiermit herzlich dafür bedanken.

House. Tree. Person – Catriona McPherson

34506389  3,5 Stars

„House. Tree. Person“ is a dark psychological thriller. It is a bit of a slow burner and I would have wished for a little bit more tension.

The title was the thing that got me first. I never heard of that term but when you read the book you will understand. The story is told from Ali’s POV. I had some difficulties finding into the book. Ali obviously had some kind of trauma but we learn about what happened 10 years ago later in the book. But Ali and her husband Marco are referring to it all the time. Sometimes I had the feeling I missed something. And it was the reason I could not bond with her. She often reacted irrational and hysterical and I could not understand why.

The story is suspicious from the beginning. After a long time of struggeling to get along with jobs they suddenly are both lucky. Marco gets inventive on Ali’s CV and she get a job in the local psychiatric facility. All about that seems strange, even her ridiculous generous wage. She is not trained to work with troubled people but somehow nobody cares. All about this situation is weird. Beside that there is a lot going on in Ali’s family life as well.

The book is a mixed bag for me. I liked the plot, the mysterious things going on in this facility. Although it all was a bit chaotic. But it really was a slow burner and I had some problem with the main character Ali. I am also not sure if I liked the writing style. And the end was too rushed. Nevertheless it was a quick and entertaining read.

I want to thank the publisher and NetGalley for this ARC in exchange for an honest review

Ein Gentleman in Moskau – Amor Towles

36011495  2,5 Sterne

German book – German review

 

Ich gehöre leider zur Minderheit, wenn es um dieses Buch geht. Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich Towles‘ „Eine Frage der Höflichkeit“ einfach nur wunderbar fand. Leider leider konnte ich mit diesem Buch so gar nichts anfangen. Ich habe mich regelrecht durchgequält.

 

Es ist eine recht behäbige wenn auch wunderschön geschriebene Geschichte eines adligen Russen, der zu Hausarrest in einem Luxushotel verurteilt wird. Dort verbringt er sein halbes Leben. Doch die Welt steht nicht still, sie kommt zu ihm und er wird sogar unverhofft Ziehvater einer Tochter. Russland geht durch seine jüngere Geschichte und der Graf lebt ein beschauliches Leben im Hotel. Amor Towles kann schreiben, keine Frage. Aber hier vermisse ich einfach eine stringente Geschichte. Es werden Episoden aneinandergereiht. Die Figuren entwickeln sich nicht weiter, sie sind so wie sie sind. Sie sind durchweg sympathisch, Graf Alexander ist anbetungswürdig und fast zu gut für diese Welt. Aber ein kleiner Spannungsbogen hätte dieser Geschichte, die ich kaum so nennen mag, da einfach keine wirkliche Entwicklung einer Story passiert, gut getan. Es plätschert auf hohem Niveau dahin und ich muss gestehen, dass ich mich ein wenig gequält habe. Weite Stellen, besonders die um die russischen Funktionäre, habe ich überflogen. Das Buch ist viel zu umfangreich und gefüllt mit Nichtigkeiten. Ja, es ist wunderbar geschrieben und stilistisch von feiner Eleganz, aber das hat mich trotzdem Substanz in der Geschichte vermissen lassen. Ich finde, hier wird großzügig und eloquent übertüncht, dass nur eine kleine triviale Geschichte erzählt wird. Liebe und Freundschaft werden auch in anderen Büchern  behandelt, das ist keine Novität und auch hier nicht ungewöhnlich behandelt. Ich empfand es eher so, das gerade der schöne Schreibstil die Story zu etwas adeln soll, was sie nicht ist.

 

Da die meisten Leser hingerissen sind von dem Buch, wird meine negative Einschätzung dieses Buches nicht sehr ins Gewicht fallen. Ich hätte das Buch gerne gemocht, aber für mich ist es mehr Schein als Sein. Ich habe mich leider gelangweilt  und schwanke zwischen 2 und 2,5 Sternen. Da ich denke, dass es an mir liegt, dass das Buch seinen Zweck nicht erfüllt hat, runde ich auf 3 Sterne auf. Aber persönlich war dieses Buch für mich eine Enttäuschung.