Not that I could tell – Jessica Strawser

34964878  4 Stars

There seem to be a lot of books about neighbourhoods out there lately. This is about a group of young women who have a spontaneous girl’s night. Shortly thereafter, one of them, Kristin, disappeared with her two children. She was divorced, her husband had already moved out. Still, it looks like she’s packed and just drove away without telling anyone. Or should it just look like that?

The book takes a lot of time with its story. Although there are six women, only two are in focus: Clara and Izzy. Clara also has two small children and leads a harmonious marriage. Izzy is single and has fled to a small town due to personal problems.

This book is in its style close to „Big Little Lies“. It’s not so much a thriller, not a all a psycho thriller. It is a domestic drama. It’s about the two women and how they handle a girlfriend’s disappearance. The slow narration let me deeply immerse myself as a reader in both lives and easily empathize with them. The people seemed very real to me with all their mistakes. I was quickly drawn into the story and I could imagine that I could be friends with these women, too.

Although I enjoyed the slow and very sensitive narrative, I think that the book would have done a bit of streamlining. A little more pace could not have hurt. It was also a bit too much detailed description of an everyday life with small children for my taste. The quotes at the beginning of each chapter left me a bit helpless. But that’s complaining at a high level. Jessica Strawser wrote a very well written and constructed story and I enjoyed reading it.

I received an ARC from NetGalley in exchange for an honest review

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Lauren Groff – Licht und Zorn

31571642  3,5 Sterne

Alles an Lotto (Lancelot) ist überlebensgroß. Sein Charme, seine Aura, seine Körpergröße, seine Güte, seine Schönheit. An ihm ist alles groß und einnehmend. So warmherzig und gutmütig er ist, so eitel und selbstverliebt ist er ebenfalls. Er braucht Bewunderung wie die Luft zum Atmen und will geradezu zwanghaft von allen gemocht werden. Zum Glück tun das auch alle.  Alle Menschen erliegen Lottos Charme. So auch Mathilde. Als sie sich im College begegnen, ist für beide klar, dass sie für einander geschaffen sind und auf ewig zusammen bleiben. Da er grundsätzlich nur das Gute in Menschen sieht, ist Mathilde für ihn eine Heilige. In seinen Augen ist sie rein und gut. Sie hält ihm den Rücken frei, als er ohne Erfolg seinen Schauspielambitionen nachhängt. Als ihm schließlich der Durchbruch als Dramatiker gelingt, ist sie ebenfalls für ihn da und ebnet sein Leben. Lottos Leben ist lichtdurchflutet und diese Lichtquelle ist Mathilde.

 

Der erste Teil des Buches zeigt Lottos Leben aus seiner Sicht. Lotto ist bei aller Herzensgüte ein Egozentriker, den ich schon aus Prinzip nicht mochte. Wenn ich nicht gewusst hätte (aus anderen Rezensionen), dass mich ein anders gearteter zweiter Teil erwarten würde, hätte ich das Buch evtl. abgebrochen. Zu ermüdend war die Geschichte teilweise. Ich empfand auch den Schreibstil der Autorin zwar als durchaus blumig und fast poetisch, aber auch anstrengend. Hier ist alles überlebensgroß und dramatisch. Die Handlung ist fast ein wenig zu phantastisch, die Charaktere alle zu extrem. Ich habe einige Teile nur quergelesen und wollte endlich zu Mathildes Teil kommen.

 

Mathilde ist nicht, wer hätte es gedacht, die Heilige, für die Lotto sie hält. Sie liebt Lotto und er ist ihr Leben, aber sie hat die Fäden in der Hand ohne das Lotto es merkt. Weite Teile ihres Lebens und ihres Charakters hält sie vor ihm versteckt. Ich frage mich, ob es wirklich möglich ist, jahrzehntelang so viel von sich unterdrücken zu können. Auf den zweiten Teil möchte ich handlungsmäßig nicht weiter eingehen. Zu leicht wäre die Gefahr, zu viel zu verraten. Mathilde ist ein weitaus schwierigerer Charakter als Lotto und nicht unbedingt liebenswert. Sie ist verschlossen, manipulativ und zornig. Es gibt auch einige Wendungen zu viel und einiges ist doch arg unrealistisch.

„Licht und Zorn“ ist nicht das klassische Ehedrama, das man vielleicht erwarten würde. Lotto und Mathilde lieben sich sehr, hier gibt es keine Zerfleischung. Hier stellt sich mehr die Frage, wie gut man den Mensch an seiner Seite wirklich kennt. Vor allem wenn er so verschlossen ist wie Mathilde. Zumindest Lotto kannte seine Ehefrau nicht wirklich. Es mag seiner eigenen Selbstwahrnehmung geschuldet sein, das er seine Frau so wenig hinterfragte. Es sah sie so, wie er sie sehen wollte und Mathilde spielte mit, weil sie der Mensch sein wollte, den Lotto in ihr sah.

 

Grundsätzlich hat Lauren Groff einen schönen Schreibstil. Aber irgendwie wirkte er verfehlt. Es ist oft einfach zu viel, over-the-top, und macht die Geschichte fast zu einer Phantasiegeschichte da sie so unrealistisch ist. Die Story kommt auch nicht so richtig auf den Punkt und mäandert vor sich hin. Es war oft etwas ermüdend. Ein wenig Straffung hätte dem Buch gutgetan.

 

Irgendwie habe ich etwas anderes erwartet als ich mit diesem Buch bekommen habe. Das ist nicht unbedingt schlecht und auch nicht der Fehler des Buches. Ich bin auch froh, dass ich es gelesen habe obwohl ich mich gelegentlich etwas durchgequält habe. Aber irgendetwas ist unter all der blumigen Wortgewalt verborgen, denn das Buch hat ein Gefühl in mir ausgelöst. Es hat mich traurig zurück gelassen. Auch wenn ich nicht ganz glücklich bin mit dem Buch, so soll meine Rezension kein Verriss sein. Denn wenn ein Buch ein so starkes Gefühl bei mir als Leser auslösen kann, dann hat es doch etwas richtig gemacht.

Celeste Ng – Kleine Feuer überall

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German book – German review

Ich war mir gar nicht sicher, ob dieses Buch überhaupt etwas für mich sein würde. Ich kenne Ngs „Was ich euch nicht erzählte“ und fand es so naja. Es hatte mich nicht so begeistert wie den Großteil der Leser. Ich empfand es als sehr langsam und dachte, das Ng vielleicht einfach keine Autorin nach meinem Geschmack wäre. Aber nun habe ich ihr doch noch mal eine Chance gegeben. Und ich bin sehr froh darüber.

 

„Kleine Feuer überall“ beginnt ruhig und unaufgeregt, obwohl gerade ein Haus abbrennt  und die Familie staunend davor steht. Es beginnt also mit dem Ende. Wie es dazu kam, erfahren wir im Laufe des Buches. Der Schreibstil der Autorin hat mich diesmal sofort gefangen genommen. Ich war so unerwartet schnell in der Geschichte drin, dass ich mich kaum losreißen konnte und den Großteil in einem Rutsch durchlas.

 

Shaker Heights ist eine kleine Modellsiedlung, eine Vorstadt von Cleveland. Einst von der religiösen aber sehr modernen und toleranten Gruppe der Shaker gegründet, gibt es viele Regeln, an die sich die Bewohner halten müssen. In welcher Farbe welcher Typ Haus gestrichen werden oder wie hoch das Gras höchstens wachsen darf. Regeln halten alles zusammen und geben Halt und Ordnung. Das denkt jedenfalls Elena Richardson. Sie wurde hier geboren und ist nach dem Studium in diese perfekte Vorstadtidylle zurückgekehrt mit dem jungen Mann, den sie auf der Uni kennenlernte. Inzwischen haben sie 4 Kinder. Die Richardsons haben noch ein zweites Haus in dem Ort, das sie vermieten. Elena zieht immer nur Mieter in Betracht, von denen sie glaubt, dass sie mit ihrer Großmut, ihnen diese Wohnung zu einem anständigen Preis zu vermieten, etwas Gutes tut. In dieses Schema passt Mia, eine freischaffende Künstlerin, mit ihrer 15jährige Tochter Pearl. Mia arbeitet mit Fotografien. Sie sucht nach Ideen und wenn sie etwas verwirklicht hat, zieht sie weiter. Sie leben überall nur wenige Monate. Da ihre Kunst nicht genug Geld einbringt, arbeitet sie nebenbei noch in unterschiedlichen Jobs. Diesmal aber hat sie Pearl versprochen, dass sie sesshaft werden. Pearl freundet sich rasch mit den Kindern der Richardsons an und geht schon bald dort ein und aus. Izzy, Elenas jüngste, fühlt sich dagegen von Mia mehr verstanden als von ihrer Mutter.

Viel mehr möchte ich zum Inhalt nicht sagen. Die Geschichte entfaltet sich langsam. Mia und Pearl bringen das Gleichgewicht innerhalb der Familie Richardson durcheinander. Aller Personen reagieren irgendwie aufeinander und Mia bringt vor allem in Elena nicht das Beste zutage. Zudem spaltet ein Sorgerechtsstreit die Einwohner des Vororts.

 

Das Buch spielt in einer nicht näher definierten Zeit. Zuerst dachte ich, es würde in den 60er Jahren spielen, aber das stellte sich als nicht richtig heraus. Es spielt aber auf jeden Fall in einer Zeit, in der Handys noch nicht normal waren sondern eher eine Ausnahme. Es weht aber ein etwas altmodischer Wind durch die ganze Geschichte. Trotzdem ist sie zeitlos. Es geht vor allem um Mütter und ihre Beziehungen zu ihren Töchtern. Die Frage, was eine Mutter ausmacht, wie man mit Kindern, Schwangerschaften etc. umgeht ist ein großes Thema.

 

Die vielschichtige Story mäandert dahin und stellt uns alle Figuren vor. Zwar werden hauptsächlich die weiblichen Figuren näher beleuchtet, aber jeder Charakter ist individuell und plastisch. Auch die Verbindungen, die untereinander entstehen, im Guten wie im Schlechten, sind sehr realistisch dargestellt. Ng hat eine wunderbare Sprache. Mir fehlen ein wenig die Worte, um die Story und was sie ausmacht, richtig zu beschreiben. Oberflächlich gesehen, passiert nicht viel. Die Story geht langsam voran. Und trotzdem passiert unterschwellig so viel. Das Buch umgibt eine gewisse Traurigkeit. In der Beziehung von Eltern zu ihren Kindern ist auch immer Verlust und Schmerz enthalten. Und kleine Feuer brennen in allen Figuren.

 

 

„Kleine Feuer überall“ ist ein außergewöhnliches Buch. Wunderbar geschrieben, hat es mich eifrigen Psychothriller-Leser mit seiner Ruhe und exaktem Blick für die menschlichen Schwächen, in seinen Bann gezogen und für seine traurige Geschichte eingenommen. Von mir gibt’s volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung.

The French Girl – Lexie Elliott

35235624  4 Stars

The French Girl is a slow burner. Be aware of that when you start reading it. Sometimes it is almost a bit dragging. The things concerning Kate’s job are somehow irrelevant to the story. But at the same time they fill out the lives of the characters and make them so lifelike. Something in the book caught my attention the whole time. The dynamics within the circle of friends is interesting. I also liked that the story was told only from one point of view, Kate’s. The story would be perfect for two narrative levels, today and the past. But the author does without it and there are no direct flashbacks but only Kate’s memories. I thought that was pleasant, because the narration on second time levels is a bit overused lately.

 

The story is told quickly. 6 friends spent a holiday in France 10 years ago. The enigmatic neighbor, Serverine, disappeared at the same time as they left. Now her body has appeared on the property and a French policeman is traveling to London to interrogate the friends again. Kate’s life gets completely out of balance. The relationship between friends also changes.

 

Despite some lengths, I found the book very entertaining. The characters are very lifelike and all the details make them very real. I felt well entertained. I can understand when other readers find the book boring. But for me it had something that kept my interest alive. The end is a bit unusual and maybe a bit unsatisfactory. Meanwhile, one expects almost naturally a spectacular twist or a showdown. But the author also refrains from this and I also found that to be pleasantly different. The French Girl does not differ at first glance from other books, but in such trifles it shows that it is different, something special.

 

I received an ARC from NetGalley in exchange for an honest review

Michael J. Malone – A Suitable Lie

29501958  2,5 Stars

This is a story about abuse in a marriage. Very well it is shown how Andy is more and more broken by his unpredictable and violent wife Anna almost in his personality. He unites into a vortex of shame and concern for his children. More and more lies are needed to hide his domestic situation from others.

Nevertheless, I did not like the book. The problem is the charactere of Andy. As an early widowed single parent, he had neither the desire nor the time to go back to dating. But then he meets Anna. Everything seems perfect. But after the long time beeing single probably another body part than his brain has taken over the thinking. After 2 months of dating, he asks Anna to marry him. He introduces a little-known woman to his little son as a new mother. Anna is very pretty and cuddly and he prefers to overlook her sometimes strange behaviour. But Anna has a problem controlling her anger. That he, tall, sporty and broad-shouldered is scared of his wife has filled him with shame. And to save his sons a divorce, he takes the humiliation. From his family and friends he alienates himself

For me Andy just behaved stupidly. He considers himself a good guy but by his behavior he traumatizes his children. I also do not want to doubt that real victims of abuse do not behave the same way and find themselves trapped in a cycle of violence and protestations. But as a reader Andy annoyed me incredibly. He makes so many incredibly stupid decisions and acts against better knowledge.

There are a few side-scenes on Andy’s work and a colleague that I found to be completely unnecessary and dragged the book out. Also, the author is too moralizing, for example, if he points out the situation of a homosexual friend. That prejudice is evil are understood then even the by the most stupid reader.

The end is just ridiculous and I just flipped throug the last pages. I could not stand the testosterone dropping from the pages. Until then i would have given 3 stars but I cut it down to 2,5

Antony Horowith – Magpie Murders

32075854  4 Stars

Magpie murders is a cleverly constructed thriller and a book within a book.

Susan is editor in a small publishing house. Actually, they only have one selling author. Alan Conway is the author of the popular crime series around the investigator Atticus Pünd. Susan holds the ninth volume in her hands and stars to read. And so do we. It is a classic and somewhat old-fashioned whodunit. So we read this story with Susan for half of the book. But the end is missing. Susan is surprised and even more so when she learns that Alan Conway committed suicide. We are now in the second story of this book where Susan is looking for the missing chapters and is soon even a murder on the track.

I must confess that I did not like the first part, that is the manuscript. I found the story a bit sluggish and not very exciting. I would not be a fan of Atticus Pünd. Only in hindsight the story becomes more important and becomes very interesting and enlightening due to the further events in the book. I was rewarded with an unusual story. The tension remains a bit sparing but the whole thing is so interesting that I liked to read the book quickly. I especially like the writing style of the author. I already noticed his styke in another book. I also find his unusual ideas for plots very refreshing.

From me there is a clear reading recommendation for anyone who does not necessarily need breathless tension and classic whodunit likes. There are also interesting insights into the publishing industry

Louise Beech – The Mountain in my Shoe

29498373  2 Stars

This book wasn’t my cup of tea. I never got into the story or connected to the characters. A few month ago I read a lot of raving reviews and because of that I bought it. But I found it rather boring. The story is very predictable and implausible. I don’t think the police will let two women run around and do their job. The writing is also very simple and often reminded me of YA books. I also disliked how it portraits Bernadette as such a stupid and devoted wife and how downplayed Richard’s behaviour was.

I should have stopped reading when I thought about it 30% into it. I wouldn’t have missed much.