To The Bright Edge of the World – Eowyn Ivey

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Why did it take me so long to read this beautiful book? As many other readers I loved “The Snow Child” and I was happy to get my hands on Eowyn Ivey’s new book. But somehow I did not come around to read until now. And I am happy that I did.

 

The story is told through letters and diaries. There are also two timelines. The main one is settled in 1885. Sophie, a young teacher, is recently married to Colonel Allen Forrester. He is about to go on an expedition to Alaska. Sophie stays behind in Vancouver because she is pregnant and that is what women do then – stay at home. They both write diaries. While Allen faces the beautiful and merciless land and has encounters with the natives, Sophie has to face her life alone at home. She is not so much interested in the meaningless tea parties and other social interactions with the other wives. She develops an interest in photography and soon she puts all her time and effort into her new hobby.

 

Both diaries are equal interesting to read. The story is framed by another story which is placed in the present. Here we learn that the diaries survived the time and one of Allen’s ancestors owns them. He wants to donate them to a museum in Alaska and he begins to write to the guy who works there. It is the beginning of a wonderful friendship.

 

Eowyn Ivey writes beautifully. You can feel the cold, see the wild river, meet the natives, walk through snow storms and have mystical experiences. She weaves a lot of folklore into it which I liked very much. Maybe it was a bit too much photography stuff on Sophie’s side but I easily skipped some of it. It was a very unique and interesting read. I will definitely watch out for more books from the author.

 

I received an ARC from NetGalley in exchange for an honest review

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Gathering Of Ghosts – Karen Maitland

31943405  3,5 Stars

Karen Maitland proved again that she can create wonderful creepy historic fiction. I like her dark and atmospheric stories. “The Gathering of Ghosts” is about a clash of the old pagan and the Christian believes. The story is character driven. We see the story through the eyes of several characters. Actually, there is not much activity going on in the story. It is more about the situation, and the strong rules religions demand.

 

The book is settled during the Great Famine in England between 1315 and 1317. Due to extreme wet and cold weather Europe suffered from starvation. There are different narrators and it took some time until you get to know what binds them together.

 

The book captivated with its creepy atmosphere. But I have to say the book lacks a bit of a real story which leads us to somewhere. Most of the things are happening in the heads of the characters. There is not a huge development, not some kind of mystery to reveal. Well, the book says there is one but it is not really a big surprise. The book shows us how unimaginable horrible these times of starvation must have been. It shows us also how old pagan believes stayed alive right under the nose of Christianity. As always in Maitland’s books, there is a supernatural thing involved.

 

“Gathering of Ghosts” is a nice and entertaining read for lovers of historical fiction with a creepy touch.

 

3,5 Stars

The Hunger – Die letzte Reise – Alma Katsu

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German book – German review

 

„The Hunger“ ist die fiktionale Erzählung einer realen Tragödie. Im Stile von Dan Simmons „Terror“ oder  „Der Berg“ gibt die Autorin der traurigen Geschichte eines unglücklichen Siedlertrecks einen Twist ins Übernatürliche.

 

Die Story beschreibt in Grundzügen die reale Reise der Donner-Party. Im April 1846 macht sich ein Siedlertreck von Illinois unter der Leitung von George Donner und James Reed auf nach Kalifornien. Durch ein paar Fehlentscheidungen verlieren sie viel Zeit. Deswegen beschließen sie, einen neuen Weg auszuprobieren anstatt den bewährten California-Trail. Sie vertrauen den Worten eines Mannes, der den Weg nur per Pferd und mit leichtem Gepäck beritten hat. Warnungen, nicht auf ihn zu hören, erreichen die Reisenden nicht mehr. Der neue Weg entpuppt sich leider nicht als die erhoffte Abkürzung. Er ist extrem beschwerlich, für Planwagen nahezu ungeeignet. Es ist eine unfassbare Anstrengung für die 87 Menschen, von denen ein Großteil aus Frauen und Kindern besteht. Sie verlieren noch mehr Zeit und werden im Oktober in der Sierra Nevada von einem Schneesturm überrascht und müssen dort Überwintern. Ihre Vorräte gehen zur Neige. Von dem mitgeführten Vieh ist das meiste auf der strapaziösen Reise verendet. Nach einigen Wochen können ein paar der Siedler losziehen um Hilfe zu holen und die Überlebenden zu retten.

 

Diese Geschichte ist schon fürchterlich genug. Die Hälfte der Siedler starb auf dem Weg. Der Rest wurde halb verhungert gefunden. Schon bald wurden Geschichten über Kannibalismus verbreitet. Was genau geschah, weiß man nicht. Die Autorin nun lässt die armen Menschen einen zusätzlichen Horror erleben. Irgendetwas verfolgt sie. Kinder verschwinden nachts aus den Zelten und werden nie mehr gefunden. Geschichten um blutdürstige Indianer machen die Runde. Einige denken, es ist einen Dämon. Anstrengung, Angst und Hunger machen die Siedler reizbar. Es kommt zu Streit und Gewalttätigkeiten.

 

„The Hunger“ hat mich interessiert, da es ähnlich wie „Terror“ eine wahre Geschichte zu einer Horrorstory verarbeitet. Dan Simmons oben erwähnte Bücher haben mir sehr gut gefallen und ich habe sie geradezu verschlungen. Alma Katsu hat allerdings nicht Simmons erzählerische Kraft. Ihr Buch ist auch viel kürzer und knapper, was aber für mich kein Negativpunkt. Sie hat den Fokus auf einige Figuren beschränkt, mit denen man schon bald mitfiebert, auch wenn man weiß, wie die Geschichte für sie ausging. Es gibt leider nur wenige, rudimentäre Landschaftsbeschreibungen. Man erfährt wenig über die Historie der Siedlertrecks in Amerika. Die gewaltige Anstrengung, die ein solcher Treck quer durch Amerika damals bedeutet, wird in Ansätzen angedeutet, bleibt aber an der Oberfläche. Als historischen Roman würde ich das Buch deswegen nicht einordnen. Es ist klar ein Horrorbuch, auch wenn mir persönlich nicht besonders unheimlich wurde während des Lesens. Mir die ganze Ursache zu wenig greifbar. Was sich dort in den Wäldern versteckt und einen Hunger auf Menschen hat, bleibt zwar nicht ungeklärt, aber doch ein wenig ein Mysterium.

 

Ich habe das Buch trotzdem gerne gelesen. Es ist nicht sonderlich umfangreich und liest sich flüssig. Katsu schreibt knapp und präzise. Ihre Figurenentwicklung ist besser als ihre Storyentwicklung, soweit es jedenfalls den Horror im Wald angeht. Die Geschichte um die Donner-Party ist ja vorgegeben und wie sie im Nachwort schreibt, ist sie nur in einigen wenigen Dingen davon abgewichen.  Das Buch hält die Balance zwischen Historie und Grusel, kratzt aber bei beidem leider nur an der Oberfläche. Die Story  um die Donner-Party und ihre realen und fiktionalen Dramen ist aber trotzdem sehr interessant und der flüssige und schnörkellose Schreibstil machen das Buch zu einem kurzweiligen Leseerlebnis.

 

Ich habe das Buch von Heyne-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen, wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte.

Graeme Macrae Burnet – Sein blutiges Projekt

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German review of „His Bloody Project“

Ich hatte dieses Buch seit Ewigkeiten auf meinem SuB. Wahrscheinlich zu lange. Denn es kommt mir so vor, als wäre seine ungewöhnliche Erzählart inzwischen überholt. Ich denke, ich habe das Buch einfach zu spät gelesen.

Ein Thriller ist dieses Buch gewiss nicht. Für mich fällt es eher ins historische Genre. Rodericks Bericht, der einen großen Teil des Buches einnimmt, ist sehr langsam und ausführlich erzählt und leider auch nicht sehr spannend. Mich hat von Anfang an sehr gewundert, warum ich als Leser von der absoluten Wahrhaftigkeit dieses Berichtes ausgehen soll. Da das Thema des unglaubwürdigen Erzählers schon fast ein eigenen Genre ist, hinterfragt man solche Berichte doch schon fast von Natur aus. Der einzige Kniff ist, das man bis zur Hälfte des Buches nicht weiß, wer denn die anderen beiden Opfer Rodericks sind. Sobald dieser Punkt erhellt wird, kann man sich schon einiges denken. Denn die Frage stellt sich, wen zu töten Roderick tatsächlich beabsichtigte und wer der Kollateralschaden ist. Aber spätestens, wenn in der ziemlich langweiligen Gerichtsverhandlung der Mediziner zu Wort kommt, kann man das Buch eigentlich zuklappen.

Wie man vielleicht merkt, bin ich etwas enttäuscht von diesem so hochgelobten Buch. Ich hatte vielleicht zu hohe Erwartungen. Zum Glück ist es mit etwas über 300 Seiten nicht allzu dick und liest sich trotz des getragenen Stils schnell weg. Ich fand es aber weder sehr tiefsinnig, trotz seines Einblicks in die trostlosen Leben dieser Menschen im schottischen Hochland. Leichtes Interesse bzw. Kopfschütteln lösten noch diese abstrusen Theorien zur „Verbrecherrasse“ bei mir aus, obwohl ich davon schon gehört hatte. Im Nachhinein finde ich tatsächlich Roderick sehr interessant. Denn im Grunde erfahren wir nichts Greifbares über ihn. Er bleibt ein Mysterium.

Ich denke einfach, dass ich in der Tat schon zu viel in dieser Richtung gelesen habe und deswegen dieses Buch nicht mehr als originell oder herausragend empfinden kann. Trotzdem bin ich froh, es endlich gelesen zu haben.

Jar Of Hearts – Jennifer Hillier

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To tell you about the content of this book in a few sentences is hopeless. The blurb says enough. You should just dive into this book without knowing much about it. Like I did.

If you like creepy and twisted thrillers, you will love „Jar Of Hearts“. We meet Georgina when she is being tried for murder. She has to go to jail for 5 years. At first I thought I found myself in an episode of “Orange Is The New Black” and wondered if I was reading the right book. But this is so much more than the blurb promises. The story is full of twists and surprises. Layer by layer is exposed by the tragic story that happened at that time between Geo, Angela and Calvin. The true trick in this book for me is above all the figure of Georgina (Geo). You are always close to her, she is the main character. She is in court, has to go to jail. You know she’s complicit. But you feel for her. But gradually the full story unfolds and I have to say that in the end I was really shocked. The book contains some dramatic scenes. But I was more impressed by how light-footed the moral integrity of the characters is dismantled. Even more than the physical abuse, the human chasms of the characters shocked me.

 

If you like well-written, gripping, complex and fathomless stories, you should definitely put „Jar Of Hearts“ on your wish list. You will find hardly a better one.

Ein Gentleman in Moskau – Amor Towles

36011495  2,5 Sterne

German book – German review

 

Ich gehöre leider zur Minderheit, wenn es um dieses Buch geht. Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich Towles‘ „Eine Frage der Höflichkeit“ einfach nur wunderbar fand. Leider leider konnte ich mit diesem Buch so gar nichts anfangen. Ich habe mich regelrecht durchgequält.

 

Es ist eine recht behäbige wenn auch wunderschön geschriebene Geschichte eines adligen Russen, der zu Hausarrest in einem Luxushotel verurteilt wird. Dort verbringt er sein halbes Leben. Doch die Welt steht nicht still, sie kommt zu ihm und er wird sogar unverhofft Ziehvater einer Tochter. Russland geht durch seine jüngere Geschichte und der Graf lebt ein beschauliches Leben im Hotel. Amor Towles kann schreiben, keine Frage. Aber hier vermisse ich einfach eine stringente Geschichte. Es werden Episoden aneinandergereiht. Die Figuren entwickeln sich nicht weiter, sie sind so wie sie sind. Sie sind durchweg sympathisch, Graf Alexander ist anbetungswürdig und fast zu gut für diese Welt. Aber ein kleiner Spannungsbogen hätte dieser Geschichte, die ich kaum so nennen mag, da einfach keine wirkliche Entwicklung einer Story passiert, gut getan. Es plätschert auf hohem Niveau dahin und ich muss gestehen, dass ich mich ein wenig gequält habe. Weite Stellen, besonders die um die russischen Funktionäre, habe ich überflogen. Das Buch ist viel zu umfangreich und gefüllt mit Nichtigkeiten. Ja, es ist wunderbar geschrieben und stilistisch von feiner Eleganz, aber das hat mich trotzdem Substanz in der Geschichte vermissen lassen. Ich finde, hier wird großzügig und eloquent übertüncht, dass nur eine kleine triviale Geschichte erzählt wird. Liebe und Freundschaft werden auch in anderen Büchern  behandelt, das ist keine Novität und auch hier nicht ungewöhnlich behandelt. Ich empfand es eher so, das gerade der schöne Schreibstil die Story zu etwas adeln soll, was sie nicht ist.

 

Da die meisten Leser hingerissen sind von dem Buch, wird meine negative Einschätzung dieses Buches nicht sehr ins Gewicht fallen. Ich hätte das Buch gerne gemocht, aber für mich ist es mehr Schein als Sein. Ich habe mich leider gelangweilt  und schwanke zwischen 2 und 2,5 Sternen. Da ich denke, dass es an mir liegt, dass das Buch seinen Zweck nicht erfüllt hat, runde ich auf 3 Sterne auf. Aber persönlich war dieses Buch für mich eine Enttäuschung.