Lauren Groff – Licht und Zorn

31571642  3,5 Sterne

Alles an Lotto (Lancelot) ist überlebensgroß. Sein Charme, seine Aura, seine Körpergröße, seine Güte, seine Schönheit. An ihm ist alles groß und einnehmend. So warmherzig und gutmütig er ist, so eitel und selbstverliebt ist er ebenfalls. Er braucht Bewunderung wie die Luft zum Atmen und will geradezu zwanghaft von allen gemocht werden. Zum Glück tun das auch alle.  Alle Menschen erliegen Lottos Charme. So auch Mathilde. Als sie sich im College begegnen, ist für beide klar, dass sie für einander geschaffen sind und auf ewig zusammen bleiben. Da er grundsätzlich nur das Gute in Menschen sieht, ist Mathilde für ihn eine Heilige. In seinen Augen ist sie rein und gut. Sie hält ihm den Rücken frei, als er ohne Erfolg seinen Schauspielambitionen nachhängt. Als ihm schließlich der Durchbruch als Dramatiker gelingt, ist sie ebenfalls für ihn da und ebnet sein Leben. Lottos Leben ist lichtdurchflutet und diese Lichtquelle ist Mathilde.

 

Der erste Teil des Buches zeigt Lottos Leben aus seiner Sicht. Lotto ist bei aller Herzensgüte ein Egozentriker, den ich schon aus Prinzip nicht mochte. Wenn ich nicht gewusst hätte (aus anderen Rezensionen), dass mich ein anders gearteter zweiter Teil erwarten würde, hätte ich das Buch evtl. abgebrochen. Zu ermüdend war die Geschichte teilweise. Ich empfand auch den Schreibstil der Autorin zwar als durchaus blumig und fast poetisch, aber auch anstrengend. Hier ist alles überlebensgroß und dramatisch. Die Handlung ist fast ein wenig zu phantastisch, die Charaktere alle zu extrem. Ich habe einige Teile nur quergelesen und wollte endlich zu Mathildes Teil kommen.

 

Mathilde ist nicht, wer hätte es gedacht, die Heilige, für die Lotto sie hält. Sie liebt Lotto und er ist ihr Leben, aber sie hat die Fäden in der Hand ohne das Lotto es merkt. Weite Teile ihres Lebens und ihres Charakters hält sie vor ihm versteckt. Ich frage mich, ob es wirklich möglich ist, jahrzehntelang so viel von sich unterdrücken zu können. Auf den zweiten Teil möchte ich handlungsmäßig nicht weiter eingehen. Zu leicht wäre die Gefahr, zu viel zu verraten. Mathilde ist ein weitaus schwierigerer Charakter als Lotto und nicht unbedingt liebenswert. Sie ist verschlossen, manipulativ und zornig. Es gibt auch einige Wendungen zu viel und einiges ist doch arg unrealistisch.

„Licht und Zorn“ ist nicht das klassische Ehedrama, das man vielleicht erwarten würde. Lotto und Mathilde lieben sich sehr, hier gibt es keine Zerfleischung. Hier stellt sich mehr die Frage, wie gut man den Mensch an seiner Seite wirklich kennt. Vor allem wenn er so verschlossen ist wie Mathilde. Zumindest Lotto kannte seine Ehefrau nicht wirklich. Es mag seiner eigenen Selbstwahrnehmung geschuldet sein, das er seine Frau so wenig hinterfragte. Es sah sie so, wie er sie sehen wollte und Mathilde spielte mit, weil sie der Mensch sein wollte, den Lotto in ihr sah.

 

Grundsätzlich hat Lauren Groff einen schönen Schreibstil. Aber irgendwie wirkte er verfehlt. Es ist oft einfach zu viel, over-the-top, und macht die Geschichte fast zu einer Phantasiegeschichte da sie so unrealistisch ist. Die Story kommt auch nicht so richtig auf den Punkt und mäandert vor sich hin. Es war oft etwas ermüdend. Ein wenig Straffung hätte dem Buch gutgetan.

 

Irgendwie habe ich etwas anderes erwartet als ich mit diesem Buch bekommen habe. Das ist nicht unbedingt schlecht und auch nicht der Fehler des Buches. Ich bin auch froh, dass ich es gelesen habe obwohl ich mich gelegentlich etwas durchgequält habe. Aber irgendetwas ist unter all der blumigen Wortgewalt verborgen, denn das Buch hat ein Gefühl in mir ausgelöst. Es hat mich traurig zurück gelassen. Auch wenn ich nicht ganz glücklich bin mit dem Buch, so soll meine Rezension kein Verriss sein. Denn wenn ein Buch ein so starkes Gefühl bei mir als Leser auslösen kann, dann hat es doch etwas richtig gemacht.

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Celeste Ng – Kleine Feuer überall

36641360 4,5 Stars

German book – German review

Ich war mir gar nicht sicher, ob dieses Buch überhaupt etwas für mich sein würde. Ich kenne Ngs „Was ich euch nicht erzählte“ und fand es so naja. Es hatte mich nicht so begeistert wie den Großteil der Leser. Ich empfand es als sehr langsam und dachte, das Ng vielleicht einfach keine Autorin nach meinem Geschmack wäre. Aber nun habe ich ihr doch noch mal eine Chance gegeben. Und ich bin sehr froh darüber.

 

„Kleine Feuer überall“ beginnt ruhig und unaufgeregt, obwohl gerade ein Haus abbrennt  und die Familie staunend davor steht. Es beginnt also mit dem Ende. Wie es dazu kam, erfahren wir im Laufe des Buches. Der Schreibstil der Autorin hat mich diesmal sofort gefangen genommen. Ich war so unerwartet schnell in der Geschichte drin, dass ich mich kaum losreißen konnte und den Großteil in einem Rutsch durchlas.

 

Shaker Heights ist eine kleine Modellsiedlung, eine Vorstadt von Cleveland. Einst von der religiösen aber sehr modernen und toleranten Gruppe der Shaker gegründet, gibt es viele Regeln, an die sich die Bewohner halten müssen. In welcher Farbe welcher Typ Haus gestrichen werden oder wie hoch das Gras höchstens wachsen darf. Regeln halten alles zusammen und geben Halt und Ordnung. Das denkt jedenfalls Elena Richardson. Sie wurde hier geboren und ist nach dem Studium in diese perfekte Vorstadtidylle zurückgekehrt mit dem jungen Mann, den sie auf der Uni kennenlernte. Inzwischen haben sie 4 Kinder. Die Richardsons haben noch ein zweites Haus in dem Ort, das sie vermieten. Elena zieht immer nur Mieter in Betracht, von denen sie glaubt, dass sie mit ihrer Großmut, ihnen diese Wohnung zu einem anständigen Preis zu vermieten, etwas Gutes tut. In dieses Schema passt Mia, eine freischaffende Künstlerin, mit ihrer 15jährige Tochter Pearl. Mia arbeitet mit Fotografien. Sie sucht nach Ideen und wenn sie etwas verwirklicht hat, zieht sie weiter. Sie leben überall nur wenige Monate. Da ihre Kunst nicht genug Geld einbringt, arbeitet sie nebenbei noch in unterschiedlichen Jobs. Diesmal aber hat sie Pearl versprochen, dass sie sesshaft werden. Pearl freundet sich rasch mit den Kindern der Richardsons an und geht schon bald dort ein und aus. Izzy, Elenas jüngste, fühlt sich dagegen von Mia mehr verstanden als von ihrer Mutter.

Viel mehr möchte ich zum Inhalt nicht sagen. Die Geschichte entfaltet sich langsam. Mia und Pearl bringen das Gleichgewicht innerhalb der Familie Richardson durcheinander. Aller Personen reagieren irgendwie aufeinander und Mia bringt vor allem in Elena nicht das Beste zutage. Zudem spaltet ein Sorgerechtsstreit die Einwohner des Vororts.

 

Das Buch spielt in einer nicht näher definierten Zeit. Zuerst dachte ich, es würde in den 60er Jahren spielen, aber das stellte sich als nicht richtig heraus. Es spielt aber auf jeden Fall in einer Zeit, in der Handys noch nicht normal waren sondern eher eine Ausnahme. Es weht aber ein etwas altmodischer Wind durch die ganze Geschichte. Trotzdem ist sie zeitlos. Es geht vor allem um Mütter und ihre Beziehungen zu ihren Töchtern. Die Frage, was eine Mutter ausmacht, wie man mit Kindern, Schwangerschaften etc. umgeht ist ein großes Thema.

 

Die vielschichtige Story mäandert dahin und stellt uns alle Figuren vor. Zwar werden hauptsächlich die weiblichen Figuren näher beleuchtet, aber jeder Charakter ist individuell und plastisch. Auch die Verbindungen, die untereinander entstehen, im Guten wie im Schlechten, sind sehr realistisch dargestellt. Ng hat eine wunderbare Sprache. Mir fehlen ein wenig die Worte, um die Story und was sie ausmacht, richtig zu beschreiben. Oberflächlich gesehen, passiert nicht viel. Die Story geht langsam voran. Und trotzdem passiert unterschwellig so viel. Das Buch umgibt eine gewisse Traurigkeit. In der Beziehung von Eltern zu ihren Kindern ist auch immer Verlust und Schmerz enthalten. Und kleine Feuer brennen in allen Figuren.

 

 

„Kleine Feuer überall“ ist ein außergewöhnliches Buch. Wunderbar geschrieben, hat es mich eifrigen Psychothriller-Leser mit seiner Ruhe und exaktem Blick für die menschlichen Schwächen, in seinen Bann gezogen und für seine traurige Geschichte eingenommen. Von mir gibt’s volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung.

Ein Gentleman in Moskau – Amor Towles

36011495  2,5 Sterne

German book – German review

 

Ich gehöre leider zur Minderheit, wenn es um dieses Buch geht. Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich Towles‘ „Eine Frage der Höflichkeit“ einfach nur wunderbar fand. Leider leider konnte ich mit diesem Buch so gar nichts anfangen. Ich habe mich regelrecht durchgequält.

 

Es ist eine recht behäbige wenn auch wunderschön geschriebene Geschichte eines adligen Russen, der zu Hausarrest in einem Luxushotel verurteilt wird. Dort verbringt er sein halbes Leben. Doch die Welt steht nicht still, sie kommt zu ihm und er wird sogar unverhofft Ziehvater einer Tochter. Russland geht durch seine jüngere Geschichte und der Graf lebt ein beschauliches Leben im Hotel. Amor Towles kann schreiben, keine Frage. Aber hier vermisse ich einfach eine stringente Geschichte. Es werden Episoden aneinandergereiht. Die Figuren entwickeln sich nicht weiter, sie sind so wie sie sind. Sie sind durchweg sympathisch, Graf Alexander ist anbetungswürdig und fast zu gut für diese Welt. Aber ein kleiner Spannungsbogen hätte dieser Geschichte, die ich kaum so nennen mag, da einfach keine wirkliche Entwicklung einer Story passiert, gut getan. Es plätschert auf hohem Niveau dahin und ich muss gestehen, dass ich mich ein wenig gequält habe. Weite Stellen, besonders die um die russischen Funktionäre, habe ich überflogen. Das Buch ist viel zu umfangreich und gefüllt mit Nichtigkeiten. Ja, es ist wunderbar geschrieben und stilistisch von feiner Eleganz, aber das hat mich trotzdem Substanz in der Geschichte vermissen lassen. Ich finde, hier wird großzügig und eloquent übertüncht, dass nur eine kleine triviale Geschichte erzählt wird. Liebe und Freundschaft werden auch in anderen Büchern  behandelt, das ist keine Novität und auch hier nicht ungewöhnlich behandelt. Ich empfand es eher so, das gerade der schöne Schreibstil die Story zu etwas adeln soll, was sie nicht ist.

 

Da die meisten Leser hingerissen sind von dem Buch, wird meine negative Einschätzung dieses Buches nicht sehr ins Gewicht fallen. Ich hätte das Buch gerne gemocht, aber für mich ist es mehr Schein als Sein. Ich habe mich leider gelangweilt  und schwanke zwischen 2 und 2,5 Sternen. Da ich denke, dass es an mir liegt, dass das Buch seinen Zweck nicht erfüllt hat, runde ich auf 3 Sterne auf. Aber persönlich war dieses Buch für mich eine Enttäuschung.

Niemand verschwindet einfach so – Catherine Lacey

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Was für ein schwieriges Buch. Aber es hat mich auch an daran erinnert, das Lesen auch bedeutet, in den Kopf und in die Gedankenwelt eines anderen Menschen Einblick zu erhalten. Und das tut man hier zur Genüge.

 

Elyria beschließt für sich, ihren Mann zu verlassen. Aber eigentlich nicht nur ihren Mann, sondern ihr Leben und am liebsten auch sich selber. Auf die wage Einladung eines Menschen, den sie auf einer Party traf, fliegt sie von New York nach Neuseeland. Dort schlägt sie sich irgendwie  zu diesem Ort vor, an dem besagter Mensch lebt. Ihm aber ist sie nach einer Weile zu traurig, denn er kann die Traurigkeit anderer Leute nicht tolerieren. Wahrscheinlich ist sie ihm nur lästig. Ein Besuch, der nicht gehen will, wird irgendwann unangenehm.

 

Das Buch hat wenig Handlung oder gar Narrative. Wir erleben die Dinge durch Elyrias Sicht. Wir sind in ihrem Kopf. Sie will flüchten. Es gibt bei ihr Anzeichen einer Depression oder evtl. sogar einer psychischen Erkrankung, aber das werden wir nie genau herausfinden, denn unsere Sicht ist die durch ihre Augen. Sie will fliehen vor all den Gedanken und Entscheidungen. Vor einigen Jahren verlor sie ihre Adoptivschwester durch Selbstmord  Eigentlich stand sie ihr nicht nahe, sagt Elyria jedenfalls. Aber langfristig hat sie der Tod ihrer Schwester nachhaltig geprägt. Durch diesen Tod hat sie ihren Mann kennengelernt, den sie nur „Ehemann“ nennt. Er war einer der letzten Menschen, die ihre Schwester lebend gesehen haben. So ist ihr gutes Leben in New York dadurch geprägt worden, das ihre Schwester sich umgebracht hat.

 

In Neuseeland lässt sich Elyria treiben. Sie trifft einige merkwürdige Menschen. Während sie per Anhalter reist, halten immer wieder Frauen an, um sie mitzunehmen und sie gleichzeitig vor den Gefahren zu warnen, die dieses Art des Reisens mit sich bringt. Aber Elyria ist es egal. Fast hatte ich das Gefühl, dass sie die Gefahr sucht. Sie schläft in Scheunen und am Strand. Sie ist sich immer bewusst, dass sie als alleinreisende Frau damit ein Risiko eingeht. Aber es ist ihr egal. Sie tut es einfach trotzdem. Sie wirkt losgelöst von der Realität. Alles, was die anderen Menschen, die sie trifft, tun, berührt sie nur am Rande. Sie will vor allem flüchten, aber vor sich selber und ihrer Gedankenwelt kann sie nicht flüchten. Ihre Gedanken drehen und wenden sich, verästeln sich. Ihr Kopf gibt keine Ruhe und lässt sie nicht zur Ruhe kommen.

 

Im ersten Drittel fand ich Elyrias Gedankenwelt amüsant und interessant. Voller anderer Sichtweisen auf die Dinge, so wie ich sie habe. Dann empfand ich es als zunehmend anstrengend, ihren kreisenden Gedanken zu folgen. Auch ihre Starrköpfigkeit war anstrengend. Sie weiß eigentlich, wie sie sich verhalten sollte, was sie tun und sagen sollte. Aber sie handelt komplett anders. Das tut sie im Guten wie im Schlechten. Ihr „inneres Biest“ gibt keine Ruhe. Dieses Biest war für mich ein deutliches Anzeichen, dass Elyria ein psychisches Problem hat. Bezeichnend ist auch, dass sie das Biest erkennt und trotzdem nichts dagegen tun kann oder will. Das Ende ist dann genau wie der Beginn, einfach mittendrin. Es gibt keinen wirklichen Schluss, keine Erlösung. Elyria entlässt uns aus ihrer Gedankenwelt genau so plötzlich, wie sie uns hineingelassen hat.

 

Dies ist auf jeden Fall eines der ungewöhnlichsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Hier gab es keine wirkliche Geschichte, sondern wir wurden in die schwierige Gedankenwelt einer Frau hineinversetzt. Catherine Lacey hat ein ungewöhnliches, unglaublich gut geschriebenes und komplexes Buch geschrieben, das aber mit Sicherheit sich nicht für jeden erschließt. Es hat sich auch in weiten Teilen mir nicht erschlossen, aber seine Andersartigkeit im Denken, seien ungewöhnlichen Gedankengänge werden mir in Erinnerung bleiben.

The People At Number 9 – Felicity Everett

The People at Number 9The People at Number 9 by Felicity Everett
My rating: 4 of 5 stars

The blurb suggests something else, something…more. I read a similar book a couple of month ago, “Swimming Pool” which took a much darker road. This is a book about a middleclass couple which gets tangled in the glamourous and chaotic bohemian lifestyle of their new neighbors. This story is more character driven. There are no twists and turns, just domestic drama.

The book is about an unlikely friendship between two couples. Sara is charmed by Lou and even more by her flirtatious husband Gavin. Lou is chaotic and full of creative energy. Sara gets encouraged by her to fulfill her dream to become a writer. Sara is not a very likable character. She is an unsatisfied middle class woman with first world problems. She is self-centered and at the same time very insecure. She is nobody I would like to feel connected to (or admit it) because she felt so damn realistic.

There is not much happening in the story. It is about how this friendship developed. We see everything from Sara’s POV. She makes her life more and more about Lou and Gavin. She looks after their kids. She agreed to Lou’s idea to homeschool their children even most of the work is left for Sara to be done because Lou is too busy with her artistic life. Slowly Sara begins to see how one-sided this friendship is and how much she already sacrificed. But she hesitates to make a change. Too flattering is this friendship for her.

I found this book very enthralling. It has a good flow and I was interested all the time what was going to happen. Maybe I expected a little bit more. There is no crime, it is a dark family drama which Sara triggers because she is full of envy and never really appreciated her perfectly normal life until it is too late.

I received an ARC from NetGalley in exchange for an honest review

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Elizabeth Kostova – The Shadow Land

The Shadow LandThe Shadow Land by Elizabeth Kostova
My rating: 2 of 5 stars

I loved „The Historican“ and I liked „The Swan Thieves“. So I was very excited when I saw Kostova’s new book. But I really struggled with this one.

The story idea is unique but also a bit unbelievable. Alexandra has just arrived in Sofia to teach Englisch there. Her cab driver misunderstood her and left her at the wrong hotel. She is still groggy from her long flight but when she sees some people in need of help to get into their cab she immediately helps them, happy to meet their first Bulgarians. After they are gone she takes a cab herself to go to her hotel. There she realized she kept one of the bags from this nice Bulgarian people. Inside is an urn. For some reasons she is determined to return this important thing by herself. Fortunately her cab driver is very keen to help her and drive her around half of Bulgaria to return the urn. Their journey brings them not only to modern Bulgaria but also to its dark history. Alexandra learns a lot about its history and even more about the person which ashes are inside the urn.

When I started this book I was pleased by its unique story. I liked Alexandra’s back story and the reason she came to Bulgaria. I also liked the way the author described the beauty of this country and made me almost wanting to visit it. But somehow nothing really happened. After 40% into this book nothing really had happened. They drove around. The description of the landscapes and what Alexandra saw while they drove became boring and long-winded. I began to skip most of the pages. There was just too fussy. There was very less storytelling and all of this lead to nowhere. I got bored and wanted to end the book. I even skipped the flashbacks from the labor camp. I suppose they were emotional and important but I only wanted to finish this book. At the end everything is solved in a rush.

The story is unique and interesting but is written much too detailed written. There are way too much details, it is too slow. Alexandra and her driver just drive for hours to just don’t really find anything or anybody. And so they go on driving. It was just boring. The story of the man which ash is in the urn is quite tragic but it got buried under lots of words which lead to story to nowhere. This book would have been better if it was shorter and more focused on the story.

I received a copy from NetGalley in return for an honest review

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Nancy Star – Sister One, Two, Three

Sisters One, Two, ThreeSisters One, Two, Three by Nancy Star
My rating: 2 of 5 stars

I have to admit this book was not for me. I was so happy when I was approved from Lake Union Publishing and NetGalley. I am always up to a good family secret book but unfortunately I could not connect to this family.

I disliked simply everybody. I don’t have to like the characters in a book, but I have to connect on some level with them. Here I was annoyed by all of them. Glory was just so egocentric and egoistic; her behavior was just stupid and selfish. Ginger just got on my nerves with; the same with supermom Mimi. All other characters faded into the shades. There was no proper male character. Husbands, sons, neighbors, there were all background actors. I also found that big family secret strange and I really did not get why everybody acted like they did. First I thought Glory was funny and just sarcastic in her way. But after a while I really started to dislike her. She is the worst. Half of the book I was asking myself what this story is all about. There was almost nothing happening. Way too much introduction for this strange and absolutely not understandable family secret. But after the secret was revealed it did not get any better.
I am sorry but I just did not get the point of the book. There are far better books about dysfunctional families and their secrets. Maybe it is just me, probably it is me. But sometimes it happens that you don’t get into a story and dislike a book.

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