Daniel Cole – Hangman

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„Hangman“ ist der Folgeband zu „Ragdoll“. Man kann dieses Buch lesen, ohne „Ragdoll“ zu kennen. Es ist aber sehr hilfreich, wenn man es kennt.

 

„Ragdoll“ war ein unterhaltsamer und rasanter Thriller. Er war aber auch recht oberflächlich und eindeutig auf einfache Unterhaltung aus. Er hatte einen ungewöhnlichen Plot und setzte auf Schockmomente. Genau das ist „Hangman“ auch. Für mich war dieses Buch „Ragdoll“ reloaded, sozusagen. Im Grunde passiert nicht viel anderes als im ersten Buch. Stil und Ablauf sind gleich. Der Charakter der Ermittlerin Emily Baxter wird vertieft. Sie bekommt einen neuen Sidekick. Wolf wird durch Damien Rouche ersetzt.

 

Als ich das Buch begann, musste ich erkennen, wie viel ich von „Ragdoll“ bereits wieder vergessen hatte. Weder konnte ich mich gut an Emily Baxter erinnern noch hätte ich das Ende des Buches noch gewusst. Zwar habe ich das Buch bereits im März gelesen aber ich war doch überrascht, wie wenig mir von der Handlung in Erinnerung geblieben war. Es bestätigt mein Urteil von damals, das es ein netter Thriller war ohne großen Tiefgang. Ex und hopp. Und so ist es auch mit „Hangman“. Auch hier geht es rasant voran, obwohl in der Mitte dann doch recht wenig passiert. Die Protagonisten hetzten durch die Handlung und rennen herum. Dabei treten sie ermittlungstechnisch lange auf der Stelle und haben keine Ahnung, was eigentlich los ist. Die Storyline selber ist komplex, wird aber leider wieder einmal nicht gründlich durchleuchtet. Ich fand sie, um ehrlich zu sein, etwas wirr. Ebenso hatte ich wieder das Gefühl, immer irgendetwas überlesen zu haben. Der Autor hat eine Art, durch seine Handlung und Dialoge zu hetzten, das ich oft das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben.

 

„Hangman“ ist solide Thrillerkost. Es hat Tempo und ist relativ blutig. Mit Damien Roche hat die sperrige Emily Baxter einen interessanten Kollegen bekommen, der aber zum Schluss doch etwas zu sehr als tragische Figur herhalten muss. Auch hier merkt man, dass dieses Buch seinen Vorgängerband stark kopiert. Man erkennt das Muster, nachdem  der Autor seine beiden Bücher aufgebaut hat.

 

„Hangman“ macht nicht viel falsch, es ist ein rasanter Thriller. Für mich persönlich leider ist er nur eine Neuauflage von „Ragdoll“. Und genau wie dieses Buch krankt es an zu wenig Tiefgang bei Handlung und Charakteren.

 

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2 Gedanken zu “Daniel Cole – Hangman

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