Kate Morton – Das Seehaus

Rezension:

Das Seehaus: Roman - Kate Morton, Norbert Möllemann, Charlotte Breuer

Ich bin ein großer Fan von Kate Morton. Abwohl große Familiengeschichten nur bedingt in mein Beuteschema fallen, habe ich ihre Bücher immer gerne gelesen. Aber vielleicht werde ich ihres immer gleichen Buchaufbaus doch langsam müde. Denn diesmal hat es mir nicht ganz so gut gefallen.

Die Autorin baut ihre Bücher immer gleich auf. Sie spielen immer auf zwei Zeitebenen, es gibt ein großes Geheimnis aus der Vergangenheit, das es aufzudecken gilt. Die Geheimnisse sind immer verschachtelt und bleiben so lange geheim, weil niemand richtig miteinander redet. Kate Morton hat großes Geschick darin, sich komplizierte Familiengeheimnisse und Tragödien auszudenken und dann langsam aufzudröseln. Hier in diesem Buch allerdings lagen die Hinweise, das hier was versteckt wird, sehr offensichtlich aus. Namen werden nicht genannt, wenn eine Person an jemanden denkt, so das man leicht falsche Rückschlüsse ziehen kann. Geschehnisse werden bewusst zweideutig erzählt. Das war mir leider nicht subtil genug. Es war so offensichtlich, wie ich als Leser auf die falsche Spur gelockt werden sollte. Man konnte so deutlich das Muster ihrer Erzählweise erkennen. „Das Seehaus“ ist ein sehr dickes Buch und es dauert auch leider fast 200 Seiten, bis es mal wirklich irgendwie losgeht. Vorher werden nur die Personen eingeführt. Ich war auch ein wenig gelangweilt, das, nachdem Alices Kindheit beleuchtet wurde anschließend auch noch die ihrer Mutter dran war. Das hat mich doch etwas ermüdet. Für die Handlung war es im nachhinein wohl notwendig, es kam mir aber zu weit ausgeholt vor.

Ich hatte schon ziemlich schnell eine Vermutung. Ein kleiner Hinweis am Anfang bracht mich schnell darauf

 

[spoiler]das Sadies Großvater Bertie Theo ist [/spoiler]

 

Und am Ende war mir diese plötzliche heile Welt etwas zuviel.

Kate Morton kann gut schreiben. Ein paar arbeitslose Tage zu Hause haben mich diesen Wälzer recht zügig lesen lassen. Ich empfand die Geschichte diesmal aber ein wenig zu langatmig, zu verschnörkelt und auch recht Unglaubwürdig. Ich denke auch, ein wenig Straffung hätte hier nicht geschadet. Es waren mit teilweise einfach zu viele Worte, zu viele nochmaligen genauen Beschreibungen.

Von mir gibt es diesmal nur 3 Sterne. Aber ich könnte mir denken, das ich auch das nächste Buch der Autorin wieder lesen werde. Dazu kenne ich sie einfach zu lange und sie hatte mich bisher immer sehr gut unterhalten.

Original post:
coriander.booklikes.com/post/1364302/kate-morton-das-seehaus

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