Catherine Chanter – Die Quelle

Rezension:

Die Quelle: Roman - Catherine Chanter, Verena Kilchling

In England regnet es nicht mehr, eine Dürre überzieht das ganze Land. Nur auf dreißig Morgen Land im Westen der Insel fällt noch Regen. Ruth und Mark, denen »die Quelle«, dieses noch fruchtbare Grundstück gehört, haben als Einzige Wasser und könnten sich glücklich schätzen. Doch das vermeintliche Paradies, in dem sie leben, wird zu ihrer ganz persönlichen Hölle.

 

 

Ruth und Mark wollen weg aus London. Aufs Land, eine Farm führen. Sie finden den idealen Ort, Die Quelle, so heisst das Anwesen. Kurz darauf regnet es plötzlich nicht mehr. Nur über der Quelle regnet es noch, das Grundwasser versiegt nicht, alles blüht und grünt im Überfluss. Das fördert Neid unter den anderen Farmern und Dorfbewohnern, lockt aber auch Esotheriker an. Schließlich tauchen 4 Frauen auf, die einer obskuren Sekte angehören und die „Rose von Jericho“ anbeten. Ruth fällt unter ihren Bann, was nicht zuletzt an ihrer Anführerin Amelia liegt. Dann ist auf einmal Ruth Enkel Lucien tot. Und Ruth gerät in Verdacht.

 

Die Story wird in Rückblenden erzählt. Ruth wird nach ihrer Verurteilung zurück zur Quelle gebracht, weil es offenbar dort nicht mehr regnete, seid sie weg war. Aus ihrer persönlichen Sicht wird die Geschichte aufgerollt. Der Klappentext verspricht eine Dystopie, vielleicht auch einen Krimi, und auch meine Zusammenfassung lässt den Eindruck entstehen. So ist es aber leider nicht. Die erste Hälfte liest sich noch ganz gut. Man fragt sich, was ist mit Der Quelle, wer hat das Kind ermordet. Doch das alles gerät in den Hintergrund, denn das Buch entwickelt sich zu einem Selbstfindungstrip für Ruth. Sie ist ein schwieriger Charakter, sehr unsympathisch und selbstbezogen. Man erfährt fast nichts über die Welt außerhalb Der Quelle, was dort während dieser langen Dürre vor sich geht. Auch der Mord wird lange Zeit nur am Rande erwähnt. Dabei ist schnell klar, wer es gewesen sein muss. 

 

Die Sprache ist durchaus ansprechend, Jedenfalls zu Anfang. Die Autorin benutzt viele Metaphern, die aber im Laufe des viel zu langen Buches ermüdend und aufgesetzt wirken. Die Geschichte hat irgendwie nicht Hand und Fuß und ist weder Fisch noch Fleisch. Eine sehr merkwürdige Geschichte. Ich weiß nicht, worum dieser Dystopie-Effekt der Dürre mit eingebracht wurde. Es scheint, nur um diese Sekte unterzubringen, war widerrum völlig übertrieben wirkt. Ich weiß nicht, das war ein seltsames Buch. Ich kann es nicht wirklich empfehlen. Ich habe mich über weite Strecken gelangweilt.

Original post:
coriander.booklikes.com/post/1293663/catherine-chanter-die-quelle

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