That Night – Chevy Stevens

Rezension:

That Night - Chevy Stevens

Sie haben dich verurteilt. Wegen Mordes an deiner Schwester. Du weißt nicht, was in jener Nacht geschehen ist. Aber du weißt, dass der wahre Mörder irgendwo dort draußen sein muss. Und jetzt kommst du frei.

Als die rebellische Toni achtzehn Jahre alt ist, wird ihre jüngere Schwester Nicole am See ermordet. Man verurteilt Toni und ihren Freund Ryan dafür. Jahre später wird Toni auf Bewährung entlassen. Sie will nur eines: ein neues Leben beginnen. Doch was damals geschehen ist, ist noch lange nicht vorbei …

 

 

 

 

 

 

Die rebellische Toni, die sowohl als Teenie wie auch als Erwachsene ein ernsthaftes Wut-Problem hat, sitzt 15 Jahres ihres Lebens ab für den Mord an ihrer Schwester. Sie ist es nicht gewesen, aber alle Beweise sprachen gegen sie und ihren damaligen Freund Ryan. Einige Zeugen haben gelogen, denn Toni war eine Aussenseiterin und ein Mobbing-Opfer für die coolen Mädchen der Schule. In Rückblenden erfahren wir von Tonis Jugend und wie es zu dem Mord kam. Parallel dazu sind wir bei der erwachsenen Toni, die auf Bewährung raus kommt und alles versucht, wieder ein normales Leben zu führen. Doch schon bald taucht Ryan bei ihr auf, den sie laut Bewährungsauflagen nicht mehr sehen darf. Er überzeugt sie davon, herauszufinden, was in dieser Nacht wirklich geschah, damit sie endlich davon befreit sind und wirklich ein neues Leben anfangen können.

Dieses Buch ist etwas schwierig zu bewerten, da es einerseits nur durchschnittlich spannend , wenig innovativ und auch vorhersehbar ist. Und doch ist da etwas.

Mit ihrem ersten Roman „Still Missing“ hat mich die Autorin begeistern können. Hier bin ich zwar nicht begeistert aber trotzdem beeindruckt. Oder vielmehr berührt. Ihr Können besteht nicht darin, eine originelle Krimihandlung zu erzählen. Dazu verwendet sie zu viele der typischen Bausteine, es gibt viele Zufälle und auch Unwahrscheinlichkeiten. Aber sie kann das ganze spannend erzählen. Und vor allem kann sie sehr eindringlich in die Gefühlswelt der Hauptfigur eindringen. Toni Zorn ist greifbar, ihr typische Teenagertrotzigkeit sehr real. Sie zieht, auch später, den Ärger an. Wie schon im erwähnten „Still Missing“, wo der Hauptfigur in ihrer Gefangenschaft etwas sehr schlimmes passiert, was mich schlucken ließ während des Lesens, ist es hier die Mord an der erst 16jährigen Schwester, der mich wirklich mitgenommen hat. Wir lernen Nicole kennen, sehen sie mit den Augen ihrer Schwester und wissen, das sie sterben wird. Und wie es dann dazu kommt, was wirklich passiert ist, die Seiten, bevor es passierte, fand ich schon hart zu lesen. Irgendwie bekommt Chevy Stevens es gut hin, mich mit ihren tragischen Geschehnissen zu berühren.

„That Night“ ist ein durchaus solider Krimi, der sich gut weglesen lässt. Weder im Aufbau noch in der Ausführung ist er im Grunde besonders. Toni ist eine schwierige Figur, für die ich mich erst nach und nach erwärmen konnte, einfach weil sie durch ihre Art einige ihrer Probleme wirklich provoziert. Die Autorin lässt sie aber auch immer die genau falschen Entscheidungen treffen. Es dauert auch eine Weile, bis man sich zusammen mit Toni auf die Suche macht nach dem wirklichen Täter. Vorher ist man lange bei ihr auf ihrem Weg durch die lange Haft und parallel dazu in ihrer Jugend auf dem Weg zur Mordnacht. Für mich persönlich zeichnet sie das Buch aber durch seine Tragik aus. Letztendlich tat mir auch Toni leid, die so viele Jahre unschuldig in Haft saß. Aber vor allem die kleine Nicole wird mich noch eine Weile in meinen Gedanken verfolgen.

Original post:
coriander.booklikes.com/post/1180366/that-night-chevy-stevens

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