Brendan Duffy – House of Echos

9780804178112

A young New York City couple with a boy and a baby in tow, Ben and Caroline Tierney had it all…until Ben’s second novel missed the mark, Caroline lost her lucrative banking job, and something went wrong with 8-year-old Charlie. When Ben inherits land way upstate from his grandmother, the two of them began to believe in second chances. But upon arriving in Swannhaven, a town that seems to have been forgotten by time, they’re beset by strange sights and disconcerting developments…and they begin to realize they might have made their worst mistake yet. But what dark secret is buried in this odd place? And will Ben and Caroline figure it out soon enough to save their young family?

Ich mag Bücher, die ein wenig mit dem Übersinnlichen spielen. Bei „House of Echos“ habe ich so gar nicht damit gerechnet, weil ich eigentlich nicht viel darüber wusste (hier ein großes Dankeschön an NetGalley für das Buch).

Ben ist ein aufstrebender Autor und seine Frau Caroline hatte einen guten Job in New York. Als sie ihn verliert, ziehen sie kurzentschlossen in den Heimatort von Bens Familie. Er hat dort das runtergekommene Haus seiner Großmutter geerbt. Bei einem Spaziergang aber verliebten sie sich in ein altes Herrenhaus. Sie kaufen es, ziehen dorthin und renovieren es von Grund auf um es zu einem Hotel umzufunktionieren. Bens und Carolines Sohn Charlie hatte auf seiner alten Schule ein Mobbingproblem, deswegen passt es allen ganz gut. Caroline ist geradezu besessen von der Renovierung des Hauses. Zudem muss sie die Finanzen klären, denn der etwas verträumte Ben taugt dazu leider gar nicht. Er ist schon bald fasziniert von den Geschichten über das Haus, seiner Familie und aller anderen Familien drumherum im Ort. Anstatt sich nützlich zu machen, knüpft er Beziehungen zu den Einheimischen und tüftelt über sein neues Buch, das natürlich in dem Haus und dem Ort spielen soll.

Währenddessen streift Charlie alleine durch die Wälder. Schon bald aber passieren ein paar unheimliche Dinge. Charlie findet im Wald einen mysteriösen „Freund“, den er – ganz Kind –  seinen Eltern gegenüber natürlich nicht erwähnt. Auch Ben macht sonderbare Funde, abgeschlachtete Tiere im Wald, einen Hirschkopf vor der Tür. Sind es missgünstige Einheimische, die ihm diesen Streich spielen oder ist da etwas anderes im Wald? Aber er ignoriert es, denn er ist viel zu sehr fasziniert von der Geschichte seiner Familie, der dieses so etwas anderes Ortes und seines Hauses.

Das Buch wird meistens aus der Sicht von Ben erzählt. Man erfährt, wie vorsichtig er im Umgang mit seiner launischen und mürrischen Frau sein muss. Zu Anfang dauert es ein wenig, bis sich die leicht unheimliche Atmosphäre entfaltet. Man lernt mehr über Ben und seine schwierige Beziehung zu Caroline und Charlies Schulproblemen als das sich ein Thriller entwickeln würde. Es hat aber Effekt, das man sich der Familie schon rasch sehr verbunden fühlt. Dabei muss man sie nicht unbedingt mögen. Man kann aber nachvollziehen, warum sie aufs Land zogen, warum Ben so ist wie er ist als Schriftsteller und selbst Caroline lernt man besser kennen, ihre psychischen Probleme und man kann ihr Verhalten verstehen.

Der Autor schickt uns mit Ben aber auch auf die Reise in die Vergangenheit des Ortes, der Familien, die ihn prägten. Die Bedrohung aus dem Wald bleibt lange wage. Dann, im letzten drittel des Buches, zieht der Autor die Spannungsschraube dann etwas an. Es passiert etwas, aber die Bedrohung, die Ben und seine Familie erfahren, kommt von einer ganz anderen und unerwarteten Seite.

Mir hat das Buch insgesamt recht gut gefallen. Es ist sehr gut und flüssig geschrieben. Zuerst war mir der ganze Familienkram und die Probleme zu viel, aber andererseits muss ich einräumen, das die Figuren und ihre Handlungen sehr gut geschildert werden. Zum Schluss mag mag man vielleicht Ben schütteln wollen, aber die wahre Bedrohung erschließt sich ihm bis ganz zum Schluss nicht. Aber man nimmt es ihm ab, das er es einfach nicht sehen wollte oder konnte.

Nichts ist wirklich neu an der Idee des Buches; ein junges Paar mit Problemen in Punkte Ehe, Job, Kinder und Geld versucht einen Neustart und gerät nur noch in größere Probleme. Auch ein altes Haus mit Geschichte und ein düstere Wald gab es schon in anderen Büchern. Aber das Buch liest sich trotzdem geschmeidig weg und unterhält auf solide Weise.

3,5 Sterne

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